So wird gerechnet
FV = S × (1 + i)^m + C × ((1 + i)^m − 1) / i i = (1 + r)^(1/12) − 1 C = (FV − S × (1 + i)^m) × i / ((1 + i)^m − 1)
S ist dein bereits gespartes Vermögen, C die monatliche Sparrate, m die Zahl der Monate und r die erwartete Jahresrendite. Die Rendite gilt als effektiver Jahreszins und wird als i gleichmäßig auf die Monate verteilt, sodass zwölf Monate zu i genau r ergeben. Die Einzahlungen erfolgen am Monatsende.
Im Sparziel-Modus stellt der Rechner die Formel nach C um: Die Lücke zwischen dem Ziel (FV) und dem, was dein vorhandenes Vermögen allein erreicht, wird durch den Endwert einer Sparrate von 1 pro Monat geteilt. Erhöhst du die Sparrate jährlich (Dynamik), gilt dasselbe Prinzip mit steigenden Raten; das Ergebnis ist dann die Sparrate im ersten Jahr.
Um ein Ergebnis in heutiger Kaufkraft auszudrücken, teilt der Rechner es für jedes Jahr durch (1 + Inflation). Im Sparziel-Modus zeigt er auch die Gegenrichtung: was dein Ziel real wert sein wird und welche Sparrate nötig wäre, um die heutige Kaufkraft des Ziels zu erreichen.
Rechenbeispiel
Sparst du 25 Jahre lang am Ende jedes Monats 200 € bei durchschnittlich 5 % Rendite pro Jahr, zahlst du insgesamt 60.000 € ein. Das Vermögen könnte auf 117.146,90 € wachsen; 57.146,90 € davon stammen aus der Rendite.
Bei 2 % Inflation pro Jahr entsprechen 117.146,90 € in 25 Jahren heute etwa 71.404,65 € Kaufkraft.
Umgekehrt: Um in 25 Jahren bei denselben 5 % auf 100.000 € zu kommen, müsstest du 170,73 € im Monat sparen.
So liest du das Ergebnis
Das voraussichtliche Endvermögen ist das, was dein Sparplan am Ende wert sein könnte, wenn die angegebene Rendite jedes Jahr erreicht wird. „Eingezahlt“ ist dein eigenes Geld einschließlich Startkapital, der Wertzuwachs ist der Rest.
Der Wert in heutiger Kaufkraft ist bei langfristigen Zielen die ehrlichste Zahl: Er zeigt, was du dir mit dem Vermögen tatsächlich leisten kannst. Bleibt die Sparrate nominal gleich, zehrt die Inflation an ihrem Wert; eine jährliche Erhöhung, etwa im Takt deines Gehalts, hält den Plan auf Kurs.
Im Sparziel-Modus ist die nötige Sparrate ein Ausgangspunkt, kein Versprechen. Tatsächliche Renditen schwanken – überprüfe den Plan alle ein bis zwei Jahre und passe die Sparrate an, wenn du zurückliegst.
Annahmen und Grenzen
- Die Rendite ist jedes Jahr gleich; echte Geldanlagen schwanken und können an Wert verlieren.
- Eingezahlt wird am Monatsende; die Rate ändert sich nur durch die jährliche Erhöhung, die du festlegst.
- Steuern, Fondskosten und Gebühren werden nicht abgezogen.
- Die Inflation ist eine von dir gewählte konstante Rate.
- Die Ergebnisse sind Schätzungen zur Planung, keine Anlageberatung und keine Garantie.
Häufige Fragen
Wie viel sollte ich monatlich sparen?
Nutze den Sparziel-Modus: Gib Zielbetrag, Laufzeit, bereits Gespartes und eine erwartete Rendite ein, und der Rechner ermittelt die nötige Sparrate. Beispiel: Um bei 5 % Rendite pro Jahr in 25 Jahren ohne Startkapital 100.000 € zu erreichen, brauchst du rund 171 € im Monat.
Welche Rendite ist realistisch?
Das hängt von der Anlage ab. Tagesgeld und Festgeld bringen ungefähr ihren Zinssatz; breit gestreute Aktienfonds und ETFs haben langfristig historisch mehr erzielt, allerdings mit starken Schwankungen. Vorsichtige Annahmen und mehrere Szenarien sind sicherer als eine einzige optimistische Zahl.
Wie wirkt sich die Inflation auf mein Sparziel aus?
Ein heute festgelegtes Ziel ist bei Erreichen weniger wert. Bei 2 % Inflation pro Jahr entsprechen 100.000 € in 25 Jahren heute nur etwa 60.953 € Kaufkraft. Geht es dir um einen Lebensstandard statt um eine Zahl, plane mit dem inflationsbereinigten Ziel.
Warum lohnt es sich, früh anzufangen?
Jede Einzahlung hat mehr Zeit zu wachsen. 200 € im Monat bei 5 % über 25 Jahre ergeben rund 117.147 €; wer zehn Jahre später beginnt und 15 Jahre lang gleich viel spart, kommt auf rund 52.965 € – weniger als die Hälfte bei nur 40 % weniger Einzahlungen.